Easytaping

Taping wird schon lange verwendet, um Athleten in ihrer Leistungsfähigkeit zu unterstützen und Gelenke zu stabilisieren. Die moderne Weiterentwicklung ist Easytaping, das vor etwa 10 Jahren in der Schweiz entwickelt wurde.

Easytaping erfolgt in Kombination mit Manueller Therapie mit elastischem Tapematerial und wird v.a. angewendet bei schmerzhaften Fehlfunktionen, Überlastungen oder Funktionseinschränkungen von Fuß, Knie, Hüfte, Rücken, Nacken, Schulter Ellbogen und Hand. Außerdem kann Easytaping auch zur Lymphdrainage eingesetzt werden.

Das elastische Tapen unterstützt den Heilungsprozess, indem die verletzten Strukturen des Bewegungsapparates entlastet werden. Belastung und Bewegungsausmaß werden gezielt für kurze Zeit eingeschränkt, aber nicht aufgehoben. So können Muskeln, Faszien, Sehnen, Bänder und Gewebe schneller und besser wieder in die komplexen Bewegungsabläufe des Körpers integriert werden.

Um den Heilungsprozess zu unterstützen, können Muskeln durch das tapen angespannt (fascilliert) oder entspannt (inhibiert) werden. Durch das Prinzip von Anspannung und Entspannung können Schon- und Fehlhaltungen mobilisiert werden, damit sich der Körper aktiv reorganisieren kann. Mit Easytaping ist auch eine Optimierung der Belastung möglich.

Darüber hinaus werden die Blutzufuhr und die Lymphdrainage aktiviert. Die Sauerstoffzufuhr zu den betroffenen Muskeln, Faszien, Sehnen, Bändern und Geweben wird erhöht, der Abtransport von Stoffwechselabbauprodukten intensiviert.

Vor dem Anlegen der Tapes finden funktionelle Tests statt und bei Bedarf die manual-therapeutische Mobilisation. Die Tapes selbst sind elastisch, das Obermaterial besteht aus Baumwolle, die mit einem hypoallergenen Acrylklebstoff beschichtet ist. Sie verbleiben je nach Diagnose bis zu 4 Tage auf den betroffenen Körperstellen. Dabei halten sie Sport und Duschen aus und können einfach und fast schmerzfrei wieder entfernt werden.